Instagram: 16 Tricks, mit denen man das Beste aus der Schnappschuss-App herausholt

"Nur" eine App, aber dann doch ziemlich komplex: Die Facebook-Tochter Instagram. © Instagram

„Nur“ eine App, aber dann doch ziemlich komplex: Die Facebook-Tochter Instagram. © Instagram

Ich habe vor kurzem eine Story geschrieben, wie Werbeleute die Foto/Video-App Instagram (gratis für iPhone, Android und Windows Phone) benutzen können. Die Facebook-Tochter erfährt in letzter Zeit enormen Zuspruch, dürfte in Österreich bereits mehr Nutzer als Twitter haben und gefällt nicht nur Teenies, sondern auch älteren Semestern. Da tun sich gerade für Neulinge und Gelegenheits-User immer wieder Fragen zur Verwendung auf, die ich hier einmal gesammelt beantworte:

1. Facebook umschiffen:
Auch wenn Instagram bei der ersten Anmeldung gefühlte 38 Mal dazu auffordert, den Account mit Facebook zu verknüpfen – müssen tut man nicht (einfach überspringen). Pseudonym, Spitznamen, Nick – nenn’ es wie du willst, jeder darf sich den Namen geben, den er will, es gibt anders als bei Facebook keine Klarnamenpflicht. Achtung: Wenn man seinen Account später zum Sharen der Bilder mit Facebook verknüpft, sind die beiden Konten dann natürlich schon miteinander vernetzt, und gemäß den Nutzungsbedingungen können die Daten aus beiden Diensten über eine Person zusammengeführt werden.

2. Den eigenen Namen sichern:
Wer mit einem Spitznamen unterwegs ist, kann sich mit einer zweiten E-Mail-Adresse seinen echten Namen sichern, indem man einen Account anlegt, ihn auf “privat” setzt und mit einem guten Passwort absichert. So kann der eigene Name nicht von Spaßvögeln missbraucht werden, sollte man irgendwann im späteren Leben doch noch berühmt werden.

3. Doppel-Tippen zum Liken:
In den Smartphone-Apps kann man mit einem so genannten “Double Tap” Bilder liken, also mit einem Herzerl versehen. Klingt unspektakulär, macht aber irgendwie mehr Spaß als einfach nur aufs Herzerl zu klicken.

4. Die besten Hashtags finden:
Wer süchtig nach Likes ist, der wird nicht darum herum kommen, seine Bilder mit Hashtags (die Schlagworte mit dem Rautezeichen) zu versehen. Der Sinn: Einen Hashtag kann man anklicken, damit man alle Instagram-Bilder, die mit ihm gekennzeichnet wurden, abruft. Kennzeichnet man seine eigenen Bilder nun mit beliebten Hashtags, werden sie von vielen anderen Nutzern gefunden. Die Top 100 Hashtags findet man etwa unter http://web.stagram.com/hot/.

5. Ein entscheidender Link:
Anders als bei Twitter oder Facebook man zwar einen Link zu einem Foto dazuposten, aber er kann nicht angeklickt werden und ist damit wertlos. Der einzige Link, der funktioniert, ist der im eigenen Instagram-Profil. Diesen Link sollte man weise nutzen und die wichtigste eigene Webseite eintragen, weil das Instagram-Profil bei Google oft sehr hoch gerankt wird und bei einer Namenssuche viele Nutzer dorthin gelangen.

6. Beiträge auf “privat” schalten:
Instagram ist von Haus aus ein öffentliches Social Network, man kann die eigenen Fotos aber auch nur akzeptierten Abonnenten zeigen. Die Einstellung dafür findet man aber unlogischerweise nicht in den “Einstellungen”, sondern unter “Profil bearbeiten” unt scrollt ganz nach unten.

7. Was man nicht verstecken kann:
Als Instagram-Nutzer kann man seinen Account zwar auf “privat” setzen, doch das verbirgt im Wesentlichen nur die eigenen Fotos und die Kommentare darunter vor den Blicken von Nicht-Abonnenten. Profilbild, Name, Biografie (sofern ausgefüllt), Web-Adresse sowie Anzahl von Fotos, Abonnenten und Abonnements sind trotzdem öffentlich. Wenn man einen Kommentar unter das öffentliche Fotos eines anderen Nutzers schreibt, ist dieser ebenfalls öffentlich, auch wenn der eigene Account privat ist.

8. Kommentare löschen:
Es kann natürlich vorkommen, dass man eigene Kommentare unter fremden Bildern oder fremde/eigene Kommentare unter den eigenen Bildern löschen möchte. Das geht in den Smartphone-Apps. Am iPhone geht man auf das Foto, unter der das betreffende Posting ist, tippt auf kommentieren und wischt dann von rechts nach links über den Beitrag – dann tippt man auf den Mistkübel. Auf Android gibt es diese Wischgeste nicht, stattdessen drückt man etwas länger auf den betreffenden Kommentar, damit mit zur Option “Löschen” gelangt. Bearbeiten wie bei Facebook kann man eigene Postings auf Instagram nicht.

9. Foto-Tags einschränken:
Dass man von seinen Followern auf Fotos markiert wird, kann man prinzipiell nicht verhindern, aber immerhin einschränken. Im eigenen Profil gibt es den Bereich “Fotos von dir” (sollte eigentlich “Fotos, auf denen du zu sehen bist” heißen), in dem alle Bilder gesammelt sind, auf denen man getaggt wurde. Um zu verhindern, dass Bilder hier automatisch hinzugefügt werden, klickt man hier auf “Optionen” und stellt auf “Manuell hinzufügen” um – dann wird man vorher gefragt, ob ein Schnappschuss bei “Fotos von dir” gelistet sein darf. Außerdem kann man nachträglich Markierungen löschen: Bei dem Bild auf den eigenen Namen tippen, dann “mehr Optionen”, dann “Mich von einem Foto entfernen”.

10. Kostenlose Analyse-Tools:
Manchen Nutzern ist die Analyse des eigenen Accounts wichtig. Bei Statigram bekommt man gratis Statistiken zu der Entwicklung der Followerzahlen, der beliebtesten Bilder oder der Zeiten, an denen man besonders viele Interaktionen (Herzerl, Kommentare) bekam. Nitrogram ist zwar eigentlich kostenpflichtig, bietet aber eine kostenlose Demo-Version für seine umfangreichen Analyse-Dienste. Bei Simply Measured bekommt man gegen Angabe einer E-Mail-Adresse und nach dem Folgen deren Twitter-Accounts einen Analyse-Report zum eigenen Instagram-Account.

11. Zugriffsrechte verwalten:
Wenn man Web-Dienste wie Statigram oder Apps wie Path mit Instagram verwenden will, muss man diesen Zugriff auf das eigene Konto gewähren. Wer diesen Zugriff später wieder untersagen möchte, muss das im Web auf www.instagram.com machen. Unter “Profil bearbeiten” findet sich dazu die Option “Apps verwalten”.

12. Foto machen, aber nicht veröffentlichen:
Manchmal will man einen Schnappschuss mit den durchaus hübschen Fotofiltern von Instagram versehen, aber das Bild nicht sofort oder überhaupt nicht veröffentlichen. Dazu setzt aktiviert man in den Einstellungen “Originalfotos speichern”, dreht den Flugmodus auf, macht das Foto und löscht es dann wieder, wenn man die Anzeige “Hochladen fehlgeschlagen” zu sehen bekommt. Das quadratische Bild findet man dann in der Galerie des Smartphones.

13. Mobile Daten sparen:
Bei Instagram werden Videos automatisch vorab geladen und dann abgespielt, was unter 3G/4G einige Daten braucht. Damit das unterwegs nicht passiert, kann man das unter “Einstellungen” -> “Videos” unterbinden – Videos werden dann nur mehr unter WLAN-Verbindung automatisch im Voraus geladen.

14. Immer quadratisch denken:
Anders als bei anderen Foto-Diensten kann man bei Instagram ausschließlich mit den offiziellen Smartphone-Apps Bilder hochladen – das gewährleistet, dass alle Schnappschüsse im typischen Quadratformat bleiben. Man kann aber trotzdem Fotos mit anderen Apps (eine gute Liste gibt es hier) machen oder Bilder aufs Smartphone laden und diese dann bei Instagram veröffentlichen. Aber Vorsicht: Fremdbilder müssen bei Instagram vor dem Hochladen immer auf das quadratische Format zurechtgestutzt werden, was manchen Aufnahmen (z.B. Panoramas, Hochformate) gar nicht gut tut.

15. Nichtnutzern Fotos schicken:
Bei jedem Foto – eigenen als auch fremden – finden sich drei vertikale (Android) oder horizontale (iPhone) Punkte. Ein Klick auf diese öffnet ein Optionsmenü, wo man unter anderem die “URL zum Teilen kopieren kann”. Diese URL (=Link) liegt dann im Zwischenspeicher, von wo man sie einfach in ein E-Mail, WhatsApp-Chat etc. kopieren kann. Der Link führt dann zur Web-Ansicht des Fotos. Achtung: Nichtnutzer können nur öffentliche Fotos einsehen.

16. Direktnachrichten an Nicht-Abonnenten schicken:

Anders als etwa bei Twitter kann man Direktnachrichten auch an Nutzer schicken, denen man nicht folgt bzw. die einem selbst nicht folgen. Die Einschränkung: Der Empfänger muss zuerst erlauben, dass er Nachrichten von dem Sender empfangen kann. Wie bei allen Direktnachrichten auf Instagram muss man immer ein Bild schicken, nur Text geht leider nicht.

Update1: Die werte Blogger-Kollegin Petra Köstinger hat auf Digitalschmankerl.at die 25 besten österreichischen Unternehmen auf Instagram zusammen getragen.

Update 2: Mit Bolt hat Instagram Ende Juli 2014 einen Snapchat-Rivalen zum schnellen Verschicken von Fotos und Videos gelauncht.

Update 3: Mit Hyperlapse hat Instagram Ende August 2014 eine neue App vorgestellt, mit der man Zeitraffer-Videos mit dem Smartphone drehen und bei Instagram und Facebook veröffentlichen kann.

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6 Gedanken zu “Instagram: 16 Tricks, mit denen man das Beste aus der Schnappschuss-App herausholt

Zitiert von
  1. 17 Internet-Phänomene, die Dein Leben auf den Kopf stellenJakob Steinschaden

  1. Hallo Jakob,

    Jürgen Pucher war so nett und hat mich an deinen Blog verwiesen…
    Dein Post über Instagram ist sehr interessant und hilfreich, jedoch hab ich ein spezifisches Problem, das hier leider nicht behandelt wird.

    Seit einiger Zeit versuche ich herauszufinden, was ich tun kann, um die Bildqualität des Profilbildes zu verbessern. Obwohl ich ein quadratisches Foto in verschiedenen Auflösungen und Abmessungen über mein iPhone hochgeladen habe, komprimiert Instagram das Bild dermaßen, dass es unscharf wird und Artefakte aufweist. In einer ausgedehnten Recherche konnte ich nur mögliche Lösungen für Android Handies finden. Hast du Ideen, wie ich dieses Problem meistern kann?

    Liebe Grüße,
    Volker

    • Hallo Volker,

      hast du schon versucht, das Bild auf 110 x 110 Pixel (App) bzw. 180 x 180 Pixel (Web-Profil unter http://www.instagram.com) zu schneiden und dann hochzuladen? Dann sollte es von Instagram 1:1 übernommen werden, ohne runtergerechnet zu werden.

      lg, Jakob

  2. Hallo

    Ich habe versucht auf meinem Fotosraum (habe eine iPhon 4) an zu greifen aber es geht nicht. Beim Datenschutzeinstelleung habe ich auch versucht aber es geht leider nicht.was kan ich tun?

    liebe Grüsse

  3. DAnke für die vielen guten Informationen, ich bin (spät aber doch) dabei den Account für Göttin des Glücks Ges.m.b.h. auf Instagram zu (gdgfashion) zu befüllen/bearbeiten oder wie immerm an das nennt. Wir haben auf FB knappe 9000 userinnen……mir sind grundsätzliche alle Dinge auf insta soweit klar.
    Was ich mich oder dich (SIe) gerne fragen möchten: macht es sinn auf FB für Instagramm zu „werben“ im Sinne von follow us on instagramm (Gewinnspiel etc.)

    Ich wäre für eine Antwort echt dankbar
    Lieben Gruß Sabine Zeller/Göttin des Glücks Ges.m.b.

    p.s. wir sind eines der grünen Pionierunternehmen (nur zur Info :-)) und ich sehe gerade da noch ziemliches Potential